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Beim Praktikum entstand die Idee

Auch in diesem Schuljahr spendet die SMV der FOS/BOS für einen wohltätigen Zweck. Das Geld kam dabei bei der Weihnachtsfeier der Klassen zusammen, die Punsch und selbstgemachte Leckereien verkauften, Christbaumkugeln verzierten, ... und auch eine Tombola durchführten. Der Gesamterlös von 1.621,10€ wurde durch die FOSsilien noch auf 1.700,00€ aufgerundet und der Lebenshilfe überreicht. Die Spende soll dabei speziell der Frühförderung behinderter Kinder im Alter bis sechs Jahren zugute kommen. Auf die Idee kam die SMV durch Schüler des Sozialzweigs der FOS, die dort im Rahmen der fachpracktischen Ausbildung ein Praktikum in der 11. Jahrgangsstufe absolvieren.

Kinshasa Dreams

32. literarischer Herbst des Kulturvereins Modern Studio Freising e.V. an der FOS/BOS (10.11.2014)

Die Themen Flucht und Vertreibung haben in der letzten Zeit für Europa dramatisch an Aktualität gewonnen. Doch was sich wirklich hinter den Flüchtlingsschicksalen verbirgt, ist den meisten wohl unbekannt: viel Geld an Schleuser bezahlt, Fußmärsche durch die heiße Wüste, das Mittelmeer auf einem Schiff mit marodem Motor zu überqueren versucht. Dann von der italienischen Küstenwache nach mehreren Tagen zunächst gerettet und schließlich doch nach Afrika zurückgeschickt worden, um einige Zeit später einen erneuten Aufbruch nach Europa zu wagen.
kinshasadreamsInspiriert vom Schicksal ihres Freundes Massaw, der aus dem Kongo nach Europa geflohen ist, verfasste Anna Kuschnarowa einen Roman über die Flucht des 15-jährigen Jengo Longomba, der sich in Europa eine Karriere als Boxer erhofft. Am Montag stellte die Autorin ihr Werk im Rahmen einer Lesung in der Fachoberschule und Berufsoberschule Freising vor. Etwa 60 Schüler der Schule bekamen so einen Eindruck von dem, was sich tagtäglich vor den Toren Europas abspielt und hatten anschließend die Gelegenheit, der Autorin Fragen zu stellen. Die Auszüge aus dem Roman, der eine Mischung aus Fiktion und Realität ist, ergänzten damit das im Fach Sozialkunde sonst eher theoretisch vermittelte Wissen zum Themenbereich Migration und wurden von den Schülern mit großem Interesse verfolgt.
Die Lesung wurde vom Kulturverein Modern Studio Freising e.V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe „32. literarischer Herbst in Freising“ organisiert und setzt die bewährte Zusammenarbeit des Vereins mit der Fach- und Berufsoberschule in gelungener
Weise fort.

Martin Langenberg
(Staatl. Fach- und Berufsoberschule Freising)

Die "Schule für Spätzünder" ist ein Renner

Freising - Sie ist der Renner unter allen Schulen - die FOS/BOS in Freising: 40 Klassen in nur drei Jahrgangsstufen müssen auch heuer in drei verschiedenen Gebäuden untergebracht werden. Die „Schule für Spätzünder“ boomt.

stichlmeyr„Wir haben mehr Abiturienten als alle Landkreis-Gymnasien zusammen“, erklärt die Leiterin der Fach- und Berufsoberschule Freising, Roswitha Stichlmeyr, nicht ohne Stolz. Der Andrang, vor allem an der FOS, nehme auch nach Eröffnung der neuen FOS/BOS in Unterschleißheim kaum ab. Auch, wenn Stichlmeyr erzählt, dass immer mehr Betriebe ihre jungen Mitarbeiter mit betriebsinterner Fortbildung statt Berufsoberschule bei sich halten wollten: Es waren an der FOS/BOS zum Schuljahresbeginn erneut insgesamt 936 Schüler unterzubringen.
Und hier wird auch das größte Problem der begehrten „Schule für Spätzünder“, wie Stichlmeyr sie liebevoll nennt, deutlich: Es fehlt an Platz. Neben dem Haupthaus an der Wippenhauser Straße werden zwei weitere Gebäude benötigt: Die elften und zwölften Wirtschaftsklassen der FOS, immerhin 13 Stück, sind in zehn Räumen in der General-von-Stein-Kaserne untergebracht. Drei der sechs elften Klassen haben in dreiwöchigen Blöcken immer ein Praktikum in Betrieben.
Dazu kommt noch eine Werkstatt in der Gutenbergstraße. Das Ergebnis der „Dreihäusigkeit“, wie es die Schulleiterin nennt: „Unsere Schüler sind mobil“, das heißt, sie werden fit durch häufiges Wechseln des Unterrichtsortes quer durch die Stadt.
„Uns fehlen unter anderem eine Turnhalle an der Stein-Kaserne, eine Mensa, Aufenthaltsräume, Chemie-/Biologie- und Kunstsäle oder auch ein Lehrer-Besprechungszimmer“, erinnert Stichlmeyr. Doch trotz eines arg beengten Lehrerzimmers sei die Stimmung im Lehrkörper gut. Und auch über ihre Schüler weiß die Rektorin nur Gutes zu berichten: „Nette, reife Schüler“ habe sie, die besonders in der BOS sehr engagiert seien, weil sie sich selbst für diesen Weg zur Hochschulreife entschieden haben.
Und nachdem nicht nur die Fachhochschul-, sondern mit einem Jahr mehr und der zweiten Fremdsprache Französisch auch die allgemeine Hochschulreife den FOS/BOS-Absolventen offenstünden, sind auch heuer fast 1000 Schüler hier zu finden. Frei nach dem passenden Spruch auf der Schul-Homepage „G8 oder G9? Geh’ FOS“.
In einem Fall war die Schule heuer sogar überfüllt: Die BOS-Technikerklasse verzeichnete diesmal 36 Anmeldungen. Und im Gegensatz zu früheren Jahren, in denen stets rund zehn Prozent der Angemeldeten nicht angetreten waren, kamen diesmal alle. Daher mussten drei Neufahrner in den sauren Apfel beißen und laut FOS-/BOS-Schulordnung nach Unterschleißheim ausweichen. Auch aus Fürstenfeldbruck und München seien Schüler nach Unterschleißheim zugewiesen worden, berichtet Stichlmeyr. Noch diene diese Schule quasi als Puffer.